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Am vorletzten Freitag vor den Herbstferien hatten die angehenden Bankkaufleute ihren letzten Unterrichtstag. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Fachlehrer Frank Backwinkel - stellvertretend für die Klassenleiterin Frau Bremicker - die Abschlusszeugnisse der Berufsschule. Dabei erinnerte er auch an den besonderen Unterricht in der Corona-Zeit und wie diese Zeit die Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrkräfte gleichermaßen gefordert und gefördert hat. Die Schüler Adam Sieczko und Leonardo Viggiani hoben in ihrer Ansprache die abwechselungsreiche Schulzeit und die gute Klassengemeinschaft hervor. Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg entließ die Schülerinnen und Schüler mit den besten Wünschen für ihre Zukunft.

FloydBild1„I can´t breathe!” Das waren die letzten Worte des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai 2020, bevor er bei seiner gewaltsamen Festnahme in den USA durch einen Polizisten getötet wurde - getötet, weil Floyd einfach nur schwarz war.

Viele mögen sagen, so etwas kann bei uns nicht passieren. Bei uns gibt es keinen Rassismus. Dem ist leider nicht so.

2020 zählte das Bundesinnenministerium 9.420 rassistische Straftaten. Das waren 19 Prozent mehr als im Jahr davor. Und da sind noch keine Straftaten erfasst gegen Menschen mit Behinderung, Menschen anderer Religion, anderer sexueller Orientierung, gegen Frauen und Menschen, die einfach nur eine andere Meinung haben.

Aber Rassismus zeigt sich nicht nur in der Statistik von Straftaten, sondern schon in kleinen Handlungen, in unserem Reden und unserem Denken:

Warum werden Frauen für denselben Job oft schlechter bezahlt als Männer? Warum ist es für Menschen aus anderen Ländern, mit anderer Hautfarbe häufig viel schwieriger eine Wohnung oder einen Job zu bekommen? Warum sprechen viele mit Menschen, die anders aussehen, eine andere Hautfarbe haben wie mit Babys? „Du mich verstehen?“ Warum bezeichnen wir andere – oft nur aus Spaß – als „behindert“, „Spasti“ oder „Opfer“? Warum packen wir Menschen immer wieder in Schubladen: „die Türken, die Juden, die Schwulen, die Weiber“, und sehen in Ihnen nicht mehr Menschen, die so unterschiedlich sind, wie wir selbst. Wir dichten ihnen bestimmte Eigenschaften an, von denen wir uns abgrenzen: „alle Ausländer sind so, alle Schwulen machen das, die Weiber denken alle …“

IMG 2986Und nicht immer ist rassistisches Denken negativ gemeint. Zum Beispiel wenn wir glauben, dass Schwarze gut trommeln oder tanzen könnten. Aber – es ist rassistisch.

Wir sind der Überzeugung, dass sich in unserer Gesellschaft alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, welchen Geschlechts, welcher Religion, Herkunft, welcher sexuellen Orientierung oder Menschen mit Behinderung sicher und frei fühlen sollen. Und damit das so wird, muss man sich einmischen und gegen Rassismus aktiv werden. Und das auch in Schule.

Seit über 25 Jahren gibt es das Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Das ist eine Initiative in ganz Deutschland für alle Schulen, die sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus einsetzen wollen. Auch wir am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg wollten das!

In einer groß angelegten Umfrage unter allen Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Schule haben sich 90,17 % dafür ausgesprochen, dass wir dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beitreten.

IMG 2271Am 3. November ist uns in einer Feierstunde von der Regionalkoordinatorin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ die Mitgliedsurkunde überreicht worden. Dabei waren der Landrat des Märkischen Kreises, die für uns zuständige Dezernentin der Bezirksregierung Arnsberg und Vertreter unserer Schulpatin, das Unternehmen Otto Fuchs KG.

Was bedeutet das nun für uns, Mitglied des Netzwerkes zu sein?

Die Mitgliedsschulen haben sich zum einen verpflichtet, sich bewusst zu machen, wo und wie wir im Alltag rassistisch denken und uns rassistisch verhalten. Und zum anderen, sich aktiv gegen rassistisches Denken und Handeln einzusetzen. Das heißt konkret:

  

 

Wir wollen

  • im Unterricht Rassismus, besonders Alltagsrassismus thematisieren,
  • uns überlegen, wie man sich verhalten sollte, wenn Menschen diskriminiert werden, und wie man Courage zeigen kann,
  • Aktionen (Ausstellungen, Workshops u. ä.) in unserer Schule durchführen, um Rassismus und seine Folgen bewusst zu machen und dagegen vorzugehen.

Dabei werden wir von unserer „Patin“ der Otto Fuchs KG unterstützt. Auch die Otto Fuchs KG bemüht sich, rassistisches Denken und Handeln in ihrem Unternehmen zu unterbinden. Wir wollen miteinander kooperieren und uns gemeinsam für eine Gesellschaft ohne Rassismus, für eine Gesellschaft mit Courage einsetzen.

Ansprechpartnerin: Anne-Marie Gockel

Ab dem Schuljahr 2023/2024 bietet das Eugen-Schmalenbach den neuen Bildungsgangs FOS im Polizeivollzugsdienst an.

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Das Kernteam des Bildungsganges freut sich auf den Start im kommenden Jahr.
von links: Rainer Vockenroth (Bildungsgangmanager), Miriam Würfel ( Recht und Politik), Melanie Peterssen (Wirtschaft und Recht), Axel Zimmermann (Abteilungsleiter)

 Weitere Informationen zum Bildungsgang und Informationen zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens bei der Polizei erhalten Sie auf der unserer Webseite.

Auch die Medien haben über den neuen Bildungsgang berichtet

Come-on.de : Polizeiausbildung auch im Märkischen Kreis

Radio MK : Für mehr Polizisten : Schulversuch startet auch im Märkischen Kreis (mit Originalton von Schulleiter Fröndhoff)

 

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„Rassismus ist heute ein noch immer großes und kompliziertes Thema. „Volksgruppe, Religion, Geschlecht und Hautfarbe sind egal, wir sind alle Menschen! Ich bin sehr stolz, dass unsere Schule heute den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten hat. Die Beiträge der anderen Klassen fand ich sehr eindrucksvoll und die Erstellung unseres Erklärvideos zum Thema Rassismus hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wie wollten zeigen, wie Rassismus im Alltag zustande kommen kann, egal ob bewusst oder unbewusst“ – resümiert Resmiye Coskun aus der der Jahrgangsstufe 13 den Tag.

90,16% aller Schulmitglieder von unserem ESBK hatten sich vorab für die Absichtserklärung ausgesprochen, Rassismus und Diskriminierung aller Art zu bekämpfen. Diese Einstellung wurde durch die vielfältigen Projektergebnisse der Schülerinnen und Schüler am Tag der Verleihung deutlich, die wirklich unter die Haut gingen. Dies zeigten auch die Reaktionen der auf das Atrium, die Treppe und drei Ränge verteilten Mitglieder der Schulgemeinde bei der Veranstaltung. In ihren Reden sprachen sich auch der Landrat Marco Voge, der CFO der Schulpatin Otto-Fuchs KG Norbert Breuer, die Dezernentin Mabel Rickes und die Vertreterin für das Netzwerk der Courage Schulen Lena Steinbach vehement gegen Rassismus aus. Naser Salijaj und Lara Jäger positionierten sich als Schülervertretung ebenso klar. Durch die Schilderung eigener Erfahrungen mit Alltagsrassismus rief Naser besondere Betroffenheit hervor. Diverse Stücke der Schulband und der Song „We are the world“ der Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums mit ihrem Lehrerteam trugen sehr zur feierlichen Atmosphäre bei.

„Wir tolerieren keinen Rassismus, keine Diskriminierungen jedweder Art und wir werden aktiv an der Gestaltung eines Miteinanders und Zusammenlebens arbeiten, in dem die Menschenwürde geschützt wird, in dem wir die Menschen – so wie sie sind und uns begegnen – respektieren, tolerieren – und wir richten ein klares „NEIN“ gegen jede Art der Unterdrückung und Herabsetzung. In Zukunft wird es noch mehr als bisher unsere Aufgabe sein, aktiv Zeichen zu setzen und zu sensibilisieren … und natürlich … jegliche Form der Verletzung der Menschenwürde nicht zu tolerieren. Gemeinsam wollen wir in unserem Mikrokosmos ESBK daran arbeiten und deutlich machen, dass alle Formen der Verletzung der Würde hier nichts zu suchen haben!“ – formuliert der Schulleiter Ulrich Fröndhoff die gemeinsame Verpflichtung der Schulgemeinde. 

„Uns ist es wichtig ein Zeichen zu setzen, dass jeder am ESBK akzeptiert und toleriert wird. Bei den Vorbereitungen hat sich gezeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung gemacht haben. Die Veranstaltung hat nochmal demonstriert, wie wichtig es ist, dass wir uns mit der Thematik auseinandersetzen, um künftig verstärkt dagegen vorzugehen. Wir freuen uns auf bevorstehende Projekte und Workshops und die enge Zusammenarbeit mit der SV“, so Moderatorin und Lehrerin Anne-Marie Gockel.

Die Presse berichtet ebenfalls ausführlich:           
Lokaldirekt.de (Externer Link)
Come-on.de (Externer Link)

Alle Bilder:   

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An den letzten beiden Tagen konnten sich die neuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums in Kursen Grundlagen des Selbstmanagements erarbeiten.

Lehrerinnen und Lehrer am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg stellen fest, dass es ihren Schülerinnen und Schülern zunehmend schwerer fällt, ihren Schulalltag effektiv zu gestalten. Verstärkt wurde dieses Phänomen noch durch den Lockdown, verbunden mit höherem Medienkonsum und fehlenden sozialen Kontakten. Dabei ging es in den Kursen nicht nur um Lerntechniken im engeren Sinne, wie zum Beispiel Techniken, um sich Vokabeln zu merken, sondern um Grundsätzlicheres. Nämlich den eigenen Schulalltag sinnvoll und effektiv zu gestalten.

So heißt es zum Beispiel im Modul „Sich motivieren – wie geht das?“: „Vergessen Sie, dass Sie Schüler*in sind. Sie sind Unternehmer*in im eigenen Betrieb!“. Sich als Unternehmer*in zu begreifen bedeutet, den eigenen Lebensweg, die Schullaufbahn bewusst selbst in die Hand zu nehmen und selbstverantwortlich zu gestalten. Aus dieser Perspektive sehen „Schulprobleme“ plötzlich ganz anders aus und es eröffnen sich kreative Lösungsmöglichkeiten und Entscheidungsalternativen. Schülerinnen und Schüler setzten sich ebenfalls damit auseinander, wie sie ihren Arbeitsplatz zu Hause sinnvoll gestalten und ihre Zeit – auch die Freizeit - effektiv planen können. Auch ging es darum, sich Klarheit über seine Ziele zu verschaffen und langfristige Motivationsstrategien anzuwenden und zielorientiert zusammenzuarbeiten.

Die Lernenden der Jahrgangstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums kommen aus unterschiedlichen Schulen und Schulformen. Die Selbstmanagementkurse sollen ihnen auch ein Grundgerüst vermitteln, um sich den Anforderungen des Schulalltags besser stellen zu können und für die Herausforderungen der Qualifikationsphase und des Zentralabiturs gut gewappnet zu sein.

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„Wir verstehen uns jetzt als Unternehmer*innen und planen unsere Zeit sinnvoll“, berichtet die Teilnehmerin Angelika Harin.
„Meine wichtigsten Punkte zurzeit sind, das Lernen für kommende Klausuren zu erhöhen, selbstständig zu lernen, selbst Motivation zu haben und zu versuchen, die
Fehler, die ich in Zukunft entdecken werde, selbst zu verbessern,“ so Hussein Alawie.

 

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